Enterprise Resource Planning Projekte: Strategisch?

Enterprise Resource Planning

Eine Enterprise Resource Planning (ERP) System-Einführung erfasst bekanntlich alle wichtigen Bereiche eines Unternehmens – modular aufgebaut, prozessorientiert und immer benutzerfreundlicher. Aufgrund der zeitnah verfügbaren, hoch integrierten Informationen werden bessere Entscheide ermöglicht, die Effizienz der Organisation gesteigert, Kosten gesenkt und die Kundenzufriedenheit erhöht. Enterprise Resource Planning -Systeme können helfen, neue Geschäftsmodelle oder Märkte überhaupt zu erschliessen und das Wachstum eines Unternehmens katalysatorartig zu beschleunigen. Gleichzeitig verändert ein neues Enterprise Resource Planning-System oft tiefgreifend gewachsene Strukturen, die Art und Weise der Zusammenarbeit und damit letztlich die Unternehmenskultur, kurz: „the way of doing business“. So gesehen leuchtet ein, dass ERP-Einführungsprojekte aufgrund der Tragweite solcher Systeme strategischen Charakter annehmen und oberste Priorität verdienen.

Eine Strategie ist erstmal ein Entscheid bzw. eine Reihe von Entscheidungen, die, konsequent umgesetzt mehr Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Erfolg herbeiführen sollen. Die Einführung einer maßgeschneiderten Enterprise Resource Planning Software möchte nichts anderes und bietet die großartige Chance, Geschäftsprozesse zu überdenken, Strukturen anzupassen und als Organisation multidimensional zu wachsen. Im gleichen Zug können veraltete, redundante und nicht oder nur noch marginal unterstützte IT-Landschaften entschlackt, modernisiert und die darin verborgene Kosten und Risiken eliminiert werden.

Enterprise Resource Planning Systeme bilden den Rückgrat eines Unternehmens

Enterprise Resource Planning – Systeme bilden ein wesentliches Instrument sowie den Rückgrat für das strategische und operative Management des gesamten Unternehmens. Aus diesem Blickwinkel muss ein Einführungsprojekt von Beginn weg und in jeder Projektphase höchste Management-Aufmerksamkeit geniessen und in der Prioritätenliste ganz oben stehen. Beim Implementierungs- oder Ablöseentscheid muss man sich dabei über die organisatorische und zeitliche Implikation bewusst sein. Investitionen in die Zukunft des Unternehmens von dieser Tragweite brauchen ein starkes Commitment und die Bereitschaft, die nötigen Kapazitäten, v.a. auch Management-Kapazitäten, bereitzustellen. – Immer im Bewusstsein, dass man sich bei einer ERP-Einführung erstmal sehr stark und intensiv mit sich selber beschäftigen muss, was gerade in rasch wachsenden Unternehmen als „lästig“ wahrgenommen wird. Viel lieber arbeitet man an Innovationen, verkauft die eigenen Produkte auf Kundenevents, Messen oder Roadshows oder löst die Probleme im Tagesgeschäft. Der strategische Fokus gepaart mit den nötigen Ressourcen und einem starken Projektmanagement ist jedoch matchentscheidend, damit die Ziele einer ERP-Einführung innert nützlicher Frist und zu kompetitiven Kosten umgesetzt werden können und man sich wieder stärker dem eigentlichen Geschäft zuwenden kann. Betrachtet man die nach wie vor tiefe Erfolgsquote von IT-Projekten (s. dazu auch die Statistiken der Standish Group –> http://www.standishgroup.com/ oder unseren Blog unter http://www.erp-selection.ch/agilerp/), sollte dies eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Wird die strategische Dimension der ERP-Einführung dem entgegen nicht von Beginn weg aufgezeigt und die Ziele in aller Klarheit von oben kommuniziert, steht das ganze weitere Projekt unter einem schwierigen Stern. Aus diesem Grund achten wir bei unseren Mandaten schon in der Anfangsphase darauf, dass das nötige Commitment spürbar und die richtigen Leute am Tisch sind. Fehlt ein Solches gerade im Top-Management, überträgt sich die Stimmung rasch auf die Belegschaft. In der Konsequenz fehlen die nötige Veränderungsbereitschaft und Akzeptanz und der Projekterfolg ist von vornherein gefährdet. Es werden unzureichend Ressourcen bereitgestellt, das Projekt zieht sich in die Länge, man geht ungünstige Kompromisse ein und das Ergebnis geht mit der ursprünglichen Zielsetzung weit auseinander. Selbst eine mehrfache Eskalation Seitens Projektteam bzw. das kurzfristige Bereitstellen teurer (externer) Ressourcen im Endspurt vermögen dann nicht mehr, das Projekt zu dem anfänglich möglichen Erfolg zu führen. Ganz zu schweigen von der dadurch verursachten Frustration innerhalb der Organisation, die sich potentiell im Vertrauensverlust gegenüber dem Management, inneren Widerständen und erhöhter Fluktuation äussern dürfte. – Alles Entwicklungen, die ein strategisches Projekt eigentlich verhindern bzw. günstig in die andere Richtung beeinflussen möchte.

Wie jedes Projekt von strategischer Bedeutung müssen demnach auch bei einer ERP-Einführung die Priorisierung und das Commitment Seitens Top-Management während des ganzen Projektes spürbar und glaubhaft sein. – Symbolische Gesten, blosse Lippenbekenntnisse oder gut gemeinte Folien hie und da reichen leider bei weitem nicht. Die Organisation erkennt rasch, wenn Probleme des Tagesgeschäfts priorisiert, andere Projekte dazwischen geschoben oder unzureichende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Strukturelle und kulturelle Veränderungen müssen ganz oben gemanagt und mitgetragen werden. In dem Zuge haben sich auch gezielte Anreizsysteme und sog. „Projekt Champions“ bewährt, also Vertreter auf Top-Management-Stufe, die im Steering-Committee sitzen, die Implementierung eng begleiten, nach oben informieren und die „strategische Brücke“ sicherstellen. Dadurch bleiben der Schwung, die „Urgency“ und der Fokus vor, während und nach der Implementierung erhalten und ein Tappen in solch Projekten inhärenten Mausefallen bleibt aus.

Aufgrund unserer reichen Erfahrung in diesen und ähnlichen Fragen beraten und coachen wir unsere Kunden bereits in der Vorprojektphase und werden dabei als kompetenten und praxisorientierten Partner wahrgenommen. Falls Sie vor ähnlichen Herausforderungen stehen und ebenfalls von diesem Erfahrungsschatz profitieren möchten, steht Ihnen das Team der Heiner Ackermann Consulting AG gerne zur Verfügung. Der Erfolg Ihres Unternehmens ist unsere Verpflichtung.

Veröffentlicht am 10. Juni 2015
1 Kommentar

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