ERP-Systemabnahme

ERP-SystemabnahmeIn wenigen Wochen geht es los, das ganze Unternehmen erwartet den ERP-Produktivstart des neuen oder aktualisierten ERP-Systems. Zwischen dem heutigen Tag und dem für alle sichtbaren Schritt zum produktiven ERP-System steht die ERP-Systemabnahme. Dieser Schritt der ERP-Systemabnahme wird oft als „letzte Hürde“ vor dem Produktivstart bezeichnet. Wahrscheinlich nicht zu unrecht.

Wie ist es bis jetzt im ERP-Projekt vorangegangen, welche Hürden waren zu meistern, steht das ganze Team hinter der neuen ERP-Systemlösung oder den beabsichtigten ERP-Anpassungen? Die ERP-Systemabnahme ist mehr als ein Spiegel der bisherigen Leistungen, es ist quasi die Hauptprobe in einem fast vollen Vorführungssaal.

Das Ziel der ERP-Systemabnahme ist ein gutes Gefühl zu entwickeln. Ein gutes Gefühl lässt sich entwickeln, wenn bekannt ist, was die Technik und der Anwender kann, wie welche ERP-Funktion zur Verfügung steht, wie die Qualität der Daten aussieht, die Mängel überschaubar und deren Behebung absehbar ist. Um dieses gute Gefühl zu entwickeln benötigt es in der Regel umfangreiche Arbeiten und Abnahmeverfahren. Nach einer erfolgreichen ERP-Systemabnahme kann mit gutem Gefühl gesagt werden: „ja, wir sind bereit – wir gehen in diesem Zustand in den ERP-Produktivbetrieb – ja wir wollen und können!“

Bei den vorausgehenden Ausführung haben wir angenommen, dass der ERP-Produktivstart der ERP-Systemabnahme nachfolgend ist. Diese Interpretation wird nicht von allen ERP-Anbietern geteilt. Bekannt ist auch, dass mit dem ERP-Produktivstart die ERP-Systemabnahme erfolgt, quasi als „Nebenprodukt“. Über das exakte Wording darf durchaus diskutiert werden. Weniger Diskussion hat dagegen in der Reihenfolge Platz. Wir empfehlen den ERP-Produktivstart ganz bewusst freizugeben. Dieser Entscheidungsschritt wird auch als CfO (Clearance for Operation) bezeichnet. Die Entscheidungsgrundlage ist dabei das Resultat der ERP-Systemabnahme. Folgende Fragen sind zur ERP-Systemabnahme zu beantworten:

  • Sind die Benutzer geschult und fühlen sich wohl mit dem neuen ERP-System / den neuen ERP-Funktionen?
  • Ist der Support der Anwender bei ERP-Problemen geklärt, wie sieht der Ablauf dazu aus?
  • Sind die technischen Ansprechpartner (interne IT / IT-Dienstleister) informiert und dokumentiert?
  • Konnte alle Tests gemäss Testkonzept durchgeführt werden. Sind alle Test-Ergebnisse bekannt? Sind die festgestellten Mängel dokumentiert? Sind die Mängel einer Fehlerklasse zugeordnet?
  • Sind alle Mängel welche den ERP-Betrieb verhindernd behoben?
  • Sind alle Mängel welche den ERP-Betrieb behindern mit Massnahmen versehen? Sind diese Massnahmen realistisch und akzeptierbar?
  • Steht der ERP-Einführungstermin und ist dieser bekannt und kommuniziert?
  • Ist ein Point-of-no-Return definiert? Ab diesem Zeitpunkt steht das bisherige ERP-System / die bisherige ERP-Lösung nicht mehr zur Verfügung.
  • Ist in der Anfangsphase ein erweiterter ERP-Support zwekcmässig und wenn ja, ist dieser organisiert?

Die Beantwortung dieser Fragen sind Bestandteil der ERP-Systemabnahme. Erst wenn alle diese Fragen zur Zufriedenheit beantwortet sind, dann ist das ERP-System bereit für den Live-Betrieb.

Nach dem produktiven ERP-Start (oft auch „go-live“ genannt) und einer zu definierenden Dauer der Betriebszeit, nähern wir uns dem ERP-Projektabschluss. Dabei gilt es, die gesamten ERP-Projektleistungen zu prüfen, zu beurteilen und dem Projektteam „Décharge“ erteilt werden. Dies ist dann die ERP-Projektabnahme, welche eine erfolgreiche ERP-Systemabnahme voraus setzt.

Das ERP-Team der Heiner Ackermann Consulting AG führt und begleitet ERP-Systemabnahmen unabhängig und mit hoher Zuverlässigkeit, seit Jahren. Unsere grosse Erfahrung bringen wir gerne auch ihr Projekt ein. Sie erreichen uns unter 071 220 83 15, zögern Sie nicht.