IT-Strategie in ERP-Projekten

IT-Strategie für ERP-Prjekte

IT-Strategie als Teil der Unternehmensstrategie

Jedes Unternehmen bräuchte sie, fast niemand hat sie und wer sie hat nutzt sie nicht: Die IT-Strategie.

Es gibt heute kaum Organisationen, die Ihre Ziele ohne den Einsatz von Informationstechnologie erreichen. Daher könnte man davon ausgehen, dass in den Strategiepapieren beschrieben ist, welchen Beitrag die IT zum Erfolg des Unternehmens leistet. Damit wäre auch klar, wie der Erfolg der IT-Abteilung gemessen werden könnte. Nämlich am Beitrag zum Unternehmenserfolg. Erstaunlicherweise spielt die IT in vielen Strategien keine Rolle. Wäre die IT in der Unternehmensstrategie adäquat berücksichtigt, könnte man auf eine eigene IT-Strategie getrost verzichten.

Die IT-Strategie als Basis für IT-Projekte

Häufig herrscht die Einstellung, die IT muss einfach funktionieren. Hier ist der Blick reduziert auf Client-Rechner die möglichst günstig, zuverlässig und schnell sein sollen, ein paar Office-Applikationen und ein ERP-System für die Verwaltung. Die IT-Landschaft ist über Jahre gewachsen. Niemand macht sich Gedanken darüber, wie die einzelnen Bereiche aufeinander abgestimmt werden können und wo es mit der IT in Zukunft hingehen soll. Die IT heute ist nicht mehr vergleichbar mit der in den Anfangsjahren. Damals ging es darum, manuelle Arbeiten zu automatisieren und zu beschleunigen. Heute leistet die IT sehr viel mehr: Sie schafft und erhält Werte.

Bevor eine ERP-Evaluation oder die Beschaffung eines CRM-Systems initiiert werden können, gilt es grundlegende Fragen zu klären. Ein grosser Teil davon betrifft das sog. Business-Alignment, also die Ausrichtung der IT zur Unterstützung der Kundenanforderungen. Das ist Teil des Anforderungsmanagements (Requirements Engineering) im Rahmen der Evaluation. Weitere Fragen ergeben sich in Zusammen mit dem sog. Enabling: Die IT soll nicht nur auf Anfragen aus dem Business reagieren sondern von sich aus durch neue Technologien helfen, dass Geschäft zu entwickeln und Chancen schaffen. Dies hat Auswirkungen auf die Organisation der IT. Die Ressourcen und das entsprechende Knowhow müssen verfügbar sein. Das kann bis hin zu Competence Centern gehen, die eine ERP-Lösung selber weiterentwickelt und so den Unterschied zum Mitbewerber ausmachen. So verfügen beispielsweise die grossen Outdoor-Versandhäuser wie Bergzeit, Bergfreunde oder Transa  über eigene Entwicklungsabteilungen für den Webshop und ERP-System. Die Strategie ist in Bezug auf die IT-Strategie sehr klar. Nur wer hier optimal aufgestellt ist überlebt.

IT-Strategie, Business und IT im Austausch

Und schliesslich, wie soll sich die IT entwickeln? Zu welchen Technologien wird Knowhow aufgebaut? Was wird eingekauft? Welche Leistungen werden zentral erbracht, welche in Filialen oder Auslandsstandorten?

Klar, dass diese Fragen immer wieder neu beantwortet werden müssen. Aber wer sich die Mühe macht, schafft die Grundlage für IT-Projekte, die nicht an der Unternehmensstrategie vorbeischiessen.

Veröffentlicht am 18. Februar 2014

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