Prozessoptimierung und ERP-Systeme

Prozessoptimierung ohne Systemwechsel

Steht ein Wechsel des ERP-Systems an, drängt es sich auf, vorab eine Prozessoptimierung in Betracht zu ziehen. Aber wie sieht es aus,wenn das bestehende ERP-System weiterhin eingesetzt werden soll? Prozessanalyse und Prozessmodellierung können unabhängig vom ERP-System durchgeführt werden. Wenn es um die Umsetzung von Verbesserungspotenzial geht, spielen die eingesetzten Systeme jedoch eine wichtige Rolle. Die Prozessoptimierung bringt Änderungen der Abläufe, der Zuständigkeiten und häufig auch der Daten und Datenstrukturen mit sich. Und genau hier liegt eine der grössten Herausforderungen: Wie können die über Jahre gewachsenen, eng mit dem System verwobenen Strukturen aufgebrochen und verbessert werden?

Bei Prozessoptimierungen mit bestehenden ERP-Systemen beobachten wir häufig zwei Phänomene. Zum einen, können sich die Anwenderinnen und Anwender nicht vorstellen, dass ein anderer, als der ihnen bekannte Prozess mit dem ERP-System funktioniert. Zum zweiten würden viele Prozesse anders aussehen wenn man das gleiche System heute neu einführte. Viele ERP-Systeme entwickeln sich ständig weiter. Aber häufig funktioniert der Transfer von Neuerungen zum Kunden nicht. Oder über die Jahre schleichen sich Sachen ein, die so nie vom Anbieter vorgesehen waren.

Prozessoptimierung und ERP-Evaluation

Wir das ERP-System ohnehin erneuert, hat man bei der Umsetzung der Verbesserungen mehr Spielraum. Allerdings sollte nicht davon ausgegangen werden, dass jeder ERP-System die optimierten Prozesse auch umsetzen kann. Hier spielen die Erfahrung des ERP-System-Anbieters, das Grundkonzept der Software sowie die Funktionalität die entscheidenden Rollen. Es gilt also den richtigen Partner mit dem richtigen ERP-System zu finden. Ist dies geschafft, sollte der ERP-Anbieter in die Prozessoptimierung involviert werden.

 Prozessoptimierung ist Knochenarbeit

Prozessoptimierung mit ERP-Systemen: Prozessmodelierung swimmlanesWie also die Sache anpacken? Prozessoptimierung ist Knochenarbeit. Patentrezepte funktionieren selten. Allerdings lohnt es sich, auf etablierte Tools zusetzen (Damit meine ich nicht unbedingt Software, sondern z. B. den Einsatz der richtigen Diagramme, links im Bild die Darstellung eines Prozessmodells mit Swimlanes). Ob jemand sein Handwerk versteht erkennen Sie sehr schnell daran, dass er weiss, wie er welches Thema angeht, welche Tools er einsetzt, welche Fragen wichtig sind und wie das Ergebnis daherkommen wird, an dem gerade alle arbeiten. Zusätzliche Sicherheit kann auch eine Zertifikat in Prozessoptimierung bringen.

 

Veröffentlicht am 20. Januar 2014
2 Kommentare

[…] anfänglich erhofften Erfolge bleiben dadurch aus oder man beschränkt sich auf die einmalige Prozessoptimierung im Rahmen eines ERP-Projekts ohne die Erkenntnisse und die Dynamik daraus weiter verwerten. – Eigentlich bedauerlich, […]

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