Strategie, Organisation, Systeme

Strategie, Organisation/Prozesse, Systeme

Die letzte ERP-Einführung liegt erst sechs Jahre zurück. IT-Leiterin Andrea B. erinnert sich an den „Riesenlupf“, als wäre es gestern gewesen. Und damals war man überzeugt, für die nächsten 15 Jahre ausgesorgt zu haben. Die Anforderungen waren im Detail aufgenommen worden, das neue System hatte einen sehr guten Abdeckungsgrad. Die Einführung hatte vorübergehend überall Zufriedenheit ausgelöst. Trotzdem liegt nun schon wieder ein Antrag zur Prüfung einer neuen ERP-Lösung auf ihrem Tisch. Was war geschehen? Hat man das falsche System ausgewählt? Hat der Systempartner zu viel versprochen oder gar gepatzt?

Manko-Fokus in der Evaluation

Firmen verändern sich. Und zwar immer schneller. Das ist gut so. Die Anpassung und damit die Veränderung sind entscheidend für den Erfolg vieler Unternehmungen. In der ERP-Evaluation konzentrieren sich viele auf die aktuellen Anforderungen. Sie werden meist erhoben aus dem was im neuen System besser werden soll und dem was im abzulösenden ERP-System gut läuft. Anforderungen werden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit definiert. Ein Blick in Zukunft wird selten gewagt und ist schwierig. Die Strategie einer Organisation kann (und sollte) Hinweise darauf geben, was in Zukunft benötigt werden wird.

Strategie-Abgleich

Aber zukünftige Anforderungen sind mindestens genauso wichtig wie die aktuellen. Die Anforderungsmanager müssen Strategie-Papiere, Ziele der Unternehmensleitung und Marktanalysen nach Hinweise auf relevante Entwicklungen und Anforderungen durchsuchen können. Häufig liegt hier das Problem: Eine fassbare Strategie gibt es nicht, Ziele sind nicht smart formuliert und für Marktanalysen fehlt die Zeit. So kommt es, dass der nach dem ERP-Wechsel verkündete neue Standort der Firma zu Kopfzerbrechen in der übergreifenden Planung führt. Die Schnittstelle zu dem neuen BI-Tool kostet mehr als das BI-Tool selber. Oder der Projektleiter des Systempartners für die neue, perfekte Fertigungslösung zuckt nur mit den Schultern als man ihm mitteilte, man wolle die Produktion an einen Partner abgeben und sich zukünftig voll auf Service und Vermietung der Geräte konzentrieren.

Dem ERP-Anbieter kann man das nicht in die Schuhe schieben. Keiner kann alles. Jeder hat seine Stärken. Je besser diese zu den eigenen Anforderungen passen, desto sicherer ist der Erfolg. Dazu müssen die Anforderungen bekannt sein. Wer seine Hausaufgaben macht, wird mit seiner Lösung und seinem ERP-Anbieter lange zufrieden sein. Die Erfolgsformel ist einfach: Strategie > Organisation und Prozesse > Systeme. Die Umsetzung ist die Herausforderung.

Strategie_Organisation_Prozesse_Systeme

Unser Vorgehen und unser Leistungsangebot berücksichtigen Strategie, Organisation und Prozesse als zentrale Bestandteile der ERP-Evaluation

 

 

Veröffentlicht am 1. April 2014

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